| Veranstaltung: | 3. Landesmitgliederversammlung 2026 | Grüne Jugend Bremen |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 6.1.1. Landessprecher*in (quotierter Platz) |
| Antragsteller*in: | Karla Gödde (Grüne Jugend Bremen) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 22.10.2026, 17:31 |
A16: Karla Gödde
Selbstvorstellung
Moin!
Ich bin Karla, 20 Jahre alt und vor einem Jahr von Leipzig nach Bremen gezogen. Da ich eigentlich aus der Musik-Bubble in Leipzig komme, hätte ich nicht gedacht, dass ich mal so tief in die politische Bubble eintauchen würde. Aber nach meiner ersten Donnerstagsveranstaltung bei der GJ vor fast genau einem Jahr wusste ich, hier will ich mich engagieren und gemeinsam mit euch die Welt ein kleines bisschen besser machen.
Dem Charme und dem guten Klima der Grünen Jugend Bremen kann man sich einfach nicht entziehen.
Nun kandidiere ich als eure Landessprecherin.
GJ Intern
Im letzten Jahr konnte ich durch gegenseitige Unterstützung und Empowerment ganz viel lernen und persönlich wachsen. Genau das möchte ich weitergeben und unsere GJ Bremen zu einem Ort machen, an dem viele Leute lernen und wachsen können. Denn aus unserer gemeinsamen Stärke können wir Großes entstehen lassen. Wir sind eine starke, linke Kraft in Bremen und haben alle Mittel, um den politischen Diskurs nach links zu verschieben. Wir können einen Gegenpol zu den immer lauter rufenden rechten Stimmen bieten. Rechte Gruppen nutzen Angst und Schwäche. Lasst uns mit Stärke und Zuversicht entgegen treten!
Meine Kernthemen
In der Vergangenheit habe ich mir schon viele Gedanken dazu gemacht, wo die Ursachen für den Rechtsruck liegen. Klar wird mir die Antwort, wenn ich im FSJ im Seminar Politische Bildung neben AfD-WählerInnen sitze, die noch nie etwas davon gehört haben, dass Superreiche auf unsere Kosten extremen Reichtum anhäufen. Die nur hören, es läge an anderen, dass sie sich ihre Miete nicht mehr leisten können. An Ausländern, Arbeitslosen, Migrant*innen oder an trans* Personen, an unseren Freund*innen und Nachbar*innen. Die mit rechten Kulturkämpfen Antworten suchen, während wir als politische Linke ihnen scheinbar kein attraktives Gegenangebot machen.. Da stellt sich mir die Frage: Wie konnten wir als politische Linke so massiv versagen?
Es muss unsere Aufgabe als Antifaschist*innen sein, den Menschen zu zeigen, dass wir eine Gesellschaft schaffen können, in der es allen besser geht. Eine freie Gesellschaft, in der nicht mehr einige wenige Profite abschöpfen, während die große Mehrheit für alles, was sie hat, arbeiten gehen muss. Und eine solche, andere Gesellschaft ist möglich! An vielen Stellen müssen wir das immer wieder zeigen, auch bei der Bildung:
Ich will, dass die Schule ein inklusiver Ort wird. Einer, an dem sich alle Menschen aufgehoben, wohl und akzeptiert fühlen. Dazu ist ein sicherer, wertschätzender Rahmen nötig.
Doch der Lernort Schule ist heute noch sehr geprägt von sozialer Herkunft. Elternhaus und finanzieller Hintergrund spielen leider heutzutage noch eine zu große Rolle, wenn es um darum geht, wer nach der Schule Ärztin*Arzt oder Anwalt*Anwältin wird und wer danach auf dem Bau arbeitet oder an der Kasse sitzt. Ich möchte für ein Bildungssystem kämpfen, dass individuelle Stärken und Fähigkeiten sieht und fördert, in dem jedes Kind darin unterstützt wird, seinen eigenenen Platz zu finden und seinen eigenen Weg zu gehen, egal, wie der Weg ihrer Eltern aussah oder wie das Portemonnaie ihrer Eltern aussieht!
Zusammen können wir für die Rechte queerer Menschen eintreten. Ob CSD-Anschlag in Berlin, der Kulturkampf der Rechten gegen trans*Personen oder die Hinrichtung queerer Menschen im Iran - queeres Leben ist weltweit akut bedroht! Wir müssen entschlossener denn je uns hinter unsere queeren Freund*innen stellen und glasklar sein in unserer Solidarität!
Klimakrise
Wir können den sozial gerechten Klimaschutz wieder in den Fokus rücken. Denn Klimakrise bedeutet auch, dass die einen sich mit Klimaanlagen die Hitze aus der Wohnung kühlen können und mit den Privatjet vor Extremwetter fliehen können, während andere bei über 40° in der Wohnung bleiben müssen und alleine diesen Sommer 16.000 Menschen gestorben sind an der Hitze. Die Klimakrise ist und bleibt eine Klassenfrage und wir müssen sie auch so behandeln!
Ich würde mich wahnsinnig freuen, mich im nächsten Jahr als eure Landessprecherin dafür einzusetzen, dass wir ein schlagkräftiger, solidarischer Verband sind und bleiben und dabei diese großen Kämpfe angehen. Gemeinsam mit euch für einen Antifaschismus, der sich mit dem System anlegt, für eine Bildungsgerechtigkeit, die sich nicht mit Reförmchen zufrieden gibt und für eine Klimapolitik, die alle mitnimmt und niemanden in der Hitze zurücklässt.
Packen wir es an!
Eure Karla <3
- Alter:
- 20
- Ich identifiziere mich als FLINTA*:
- ja
