| Veranstaltung: | 3. Landesmitgliederversammlung 2026 | Grüne Jugend Bremen |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 4. Anträge |
| Antragsteller*innen: | Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Bremen, dort beschlossen am 14.10.2026 (Grüne Jugend Bremen) Grüne Jugend Bremen (dort beschlossen am: 14.10.2026) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 14.10.2026, 18:19 |
A9: Geschlechterstrategie
Antragstext
Wir als GRÜNE JUGEND Bremen verstehen uns als queerfeministischer Verband. Das
bedeutet für uns Räume zu schaffen, in denen Frauen, Lesben,
intergeschlechtliche, nichtbinäre, transgeschlechtliche und agender Personen
(FLINTA*) sich wohl fühlen, FLINTA* Personen gezielt zu empowern und männliches
Verhalten kritisch zu hinterfragen.
Verbands Klima
Um auf unseren Veranstaltung ausgeglichene Redeanteile zu haben, werden auf all
unseren Veranstaltungen Redelisten quotiert. Zudem wird darauf geachtet, dass
cis Männliche Personen nicht viel länger reden als FLINTA* Personen.
Wir wollen mehr Räume schaffen, in den FLINTA* Personen sich vernezten und
Socializing können. Dafür findet alle 2 Monate eine Spaßveranstaltung, wie zum
Beispiel ein Kinobesuch statt.
Cis Männer in Verantwortung
Cis Männliche Personen, die in den Landesvorstand, Kreisvorstand (Perspektivisch
in BHV) oder ein Team der GÜNEN JUGEND Bremen gewählt werden, müssen am Anfang
ihrer Amtszeit einen Workshop zum Thema solidarische Männlichkeit besuchen. Für
Landesvorstandsmitglieder soll dieser Workshop nach einem halben Jahr
aufgefrischt werden.
Außerdem werden Cis Männliche Personen in Verantwortungspotitionen dazu
angehalten das reflektionstagebuch des Geschlechterstrategie Teams auf
Bundesebene zu führen. Dieses bietet eine Unterstützung, um eigenes Verhalten zu
hinterfragen und zu reflektieren.
TINA* Personen
Veranstaltungen der GRÜNEN JUGEND Bremen sollen so gestaltet werden, dass TINA*-
Personen gleichberechtigt und sicher teilnehmen können. Da Neurodivergenzen
unter TINA*-Personen statistisch häufiger vorkommen, soll Barrierefreiheit im
Sinne der Inklusionsstrategie stets mitgedacht werden. Locations sollen
möglichst barrierearm sein und Rückzugsräume, Einzelduschen sowie offene und
FLINTA*-Toiletten statt einer binären Aufteilung bieten; Menstruationsprodukte
und Spiegel in geschützten Räumen sollen bereitstehen. Bei ganz- und mehrtägigen
Veranstaltungen soll vorab angekündigt werden, dass Pausen, etwa für
Binderpausen, verlängert oder ergänzt werden können. Wo möglich, sollen TINA*-
Räume und -Zeiten geschaffen werden, zum Beispiel Vernetzungstreffen in ruhigen
Räumen. In Vorstellungsrunden sollen Name, Pronomen und ein möglicher Verzicht
auf Quotierung abgefragt werden, Pronomen sollen auf Namensschildern gut
sichtbar sein.
FLINTA* Empowerment
Jährlich soll ein FLINTA* Förderwoche in Kooperation mit anderen Landesverbänden
stattfinden. Ziel davon ist FLINA* zu empowern und die Vernetzung von FLINTA*
Personen aus Bremen miteinander und mit FLINTA* aus anderen Landesverbänden.
Außerdem finden drei mal im Verbandsjahr Veranstaltungen bzw. Bildungsangebote,
wie zum Beispiel Skillsharing statt, die sich gezielt an FLINTA* Personen
richten und diese empowern.
FLINTA* Plena
Mindestens zweimal jährlich, und nicht weniger als zwei Wochen vor jeder
Landesmitgliederversammlung, findet ien FLINTA*-Plenum statt. Die Plena sollen
einen geschützten Raum bieten zum Austausch von Ideen und Erfahrungen. Dies
dient der Vernetzung von FLINTA*-Mitgliedern im Landesverband, das gemeinsame
Erarbeiten von Beschlüssen insbesondere aus feministischer Perspektive, und das
Empowern zur Übernahme von Gestaltungsrollen im Verband.
Umsetzung der Geschlechter Strategie
Für die Umsetzung dieser Strategie ist der gesamte Landesvorstand
verantwortlich. Der/Die Koordinatorin für Geschlechter Strategie koordiniert die
Umsetzung mit Unterstützung des Feminismus Teams.
