| Veranstaltung: | 3. Landesmitgliederversammlung 2026 | Grüne Jugend Bremen |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 4. Anträge |
| Antragsteller*in: | Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Bremen, dort beschlossen am 14.10.2026 (Grüne Jugend Bremen) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 14.10.2026, 21:19 |
A11: Arbeitsprogramm 2026/2027
Antragstext
In diesem Verbandsjahr ist viel passiert. Wir haben eine krasse
Umverteilungskampagne organisiert, Demos gegen sexualisierte Gewalt und gegen
Überwachung auf die Beine gestellt, waren gemeinsam für ein schönes
Sommerwochenende in Worpswede, haben Kuchen gegessen und Strategien für eine
inklusivere, geschlechtergerechtere und sicherere Verbandskultur entwickelt.
In diesem Jahr ist aber auch noch einmal deutlicher geworden, was wir haben
wollen. Wir wollen eine Politik, die sich nicht nur für Superreiche lohnt,
sondern für alle Menschen. Wir wollen echte Zukunfstperspektiven für junge
Menschen und keine Dienstpflichtdebatten. Wir wollen Klimaschutz statt
Rekordhitze, Community statt Queerfeindlichkeit und Feminismus statt Gewalt. Wir
wollen nicht lang schnacken, Bremen anpacken und das laut, solidarisch und
links.
1. Bürgerschaftswahl
1.1 Kampagne zur Bürgerschaftswahl 2027
Mit drei jungen Kandidierenden gehen wir in die Bürgerschaftswahl. Unser Ziel:
Mindestens zwei von ihnen ziehen ins Parlament ein. Dafür haben wir ein
Kampagnenteam, das den Wahlkampf der GRÜNEN JUGEND Bremen plant und koordiniert.
Wir wollen einen starken Wahlkampf führen, in den sich alle Mitglieder
einbringen können, egal ob sie seit Jahren dabei oder gerade erst eingetreten
sind. Damit das gelingt, bieten wir zwei Kampagnentrainings für die GJ Bremen in
Bremen und Bremerhaven an. Eines davon soll vor dem Beginn der Kampagne
stattfinden und ein zweites währenddessen zur Auffrischung und Einbindung von
Menschen, die neu dazukommen.
Wir wollen nicht einfach nur Stände machen. Jede Aktion soll ein Highlight sein,
das auffällt, Spaß macht und Menschen niedrigschwellig ins Gespräch bringt.
Unsere Ziele für den Wahlkampf sind:
1. Durch einen Mitgliederzuwachs aus derzeit bei der GJ Bremen
unterrepräsentierten Gruppen wollen wir vielfältiger werden. Um das zu
erreichen, wollen wir zwei Wahlkampfaktionen gezielt für FLINTA*-Personen,
Azubis, Migra-Personen und U20-Jährige umsetzen.
2. Außerdem wollen wir, dass mindestens zwei unserer Votenträger*innen in die
Bremische Bürgerschaft einziehen. Um das zu erreichen, stellen wir einen starken
Personenwahlkampf auf die Beine, der nicht nur von unserem Kampagnenteam,
sondern von der ganzen GJ Bremen getragen werden wird.
3. Mit diesem starken Wahlkampf wollen wir in der Presse landen. Dafür planen
wir, zu einem Thema mit einer Bremer Organisation für zum Beispiel eine soziale
Aktion zusammenzuarbeiten.
1.2 Auffangkampagne nach der Bürgerschaftswahl
Nach der Bürgerschaftswahl werden wir ein großes Socializing planen, um die
großartige Arbeit des Verbandes zu feiern und wertzuschätzen. In unserer
Auffangkampagne werden wir mit neuen niedrigschwelligen Formaten an Themen
anknüpfen, die im Wahlkampf oft aufgekommen sind. Dadurch bleiben wir sowohl auf
der Straße als auch auf Social Media präsent und zeigen, dass wir Verbesserung
auch eigenständig auf der Straße organisieren können. Für die Einbindung von
Personen, die während der Bürgerschaftskampagne neu zur GJ Bremen dazugekommen
sind, entwickeln wir auf Basis unserer Neumitgliederstrategie einen Plan für die
Zeit nach der Bürgerschaftswahl.
2. Ein starker Verband
Das alles geht aber nur mit einem starken Verband
2.1 Mitglieder gewinnen und einbinden
Wir wollen als GJ Bremen wachsen – und dabei vielfältiger werden. Besonders
Schüler*innen, Azubis und migrantisierte Personen wollen wir stärker erreichen.
Unser Ziel ist ein stabiler Kreis an regelmäßig aktiven Menschen, sodass wir
alle Ämter und Teams voll und quotiert besetzen können.
Dafür setzen wir eine Neumitglieder-Einbindungsstrategie um. Alle 6 bis 8 Wochen
laden wir zu Neumitgliedertreffen ein. Außerdem organisieren wir
Vernetzungstreffen:
- Zwei FLINTA*-Vernetzungstreffen,
- Ein Vernetzungstreffen für migrantisierte Mitglieder,
- Zwei Treffen für Mitglieder, die seit weniger als zwölf Monaten dabei sind,
- Ein Treffen für Mitglieder unter 20 Jahren.
Der Wahlkampf ist dabei unsere größte Chance: Wer jetzt zu uns kommt, soll
direkt einen Platz finden.
2.2 Bildungsarbeit
Unsere Bildungsarbeit organisiert unser Bildungsteam. Bildungsveranstaltungen
finden regelmäßig statt. Dabei werden der Landesvorstand, das Bildungs- und das
Kampagnenteam gemeinsam einen Rhythmus finden, in dem sich Workshops,
Aktionsplanung und andere Austauschformate abwechseln. Je nach Anzahl der
Teilnehmer*innen müssen Bildungsveranstaltungen nicht zwingend jeden Donnerstag
stattfinden. Zusätzlich gibt es ein Workshop-Wochenende.
Inhaltlich knüpfen wir vor der Bürgerschaftswahl an unsere Themenschwerpunkte
aus der Kampagne an. Wir bilden uns weiter, was die aktuelle Situation dieser
Themen in Bremen ist und bereiten die Mitglieder so auf die Kampagne vor. Nach
der Bürgerschaftswahl streben wir an, uns mit den Themenschwerpunkten Klima,
Feminismus und Internationales zu befassen, weil diese Themen an unsere Kampagne
anknüpfen. Vor allem sollen unsere Bildungsveranstaltungen jedoch an den
Interessen der Mitglieder ger GJ Bremen und aktuellen politischen Themen
orientiert sein.
Methodisch legen wir den Fokus auf praktische Skills und darauf, gemeinsam Ideen
für unsere politische Praxis zu entwickeln und umzusetzen.
2.3 FLINTA*-Förderung
Wir setzen unsere Geschlechterstrategie um und evaluieren sie auf der nächsten
Herbst-LMV.
Teil dieser Strategie ist auch das Feminismusteam, das sich alle 6 Wochen offen
für alle Interessierten trifft. Im Feminismusteam wollen wir Aktionen planen,
Socializings veranstalten und FLINTA*-Personen mit Skill-Shaings fördern.
Außerdem veranstalten wir wieder ein FLINTA*-Förderwochenende.
2.4 Migra-Förderung
Wir evaluieren, ob die Möglichkeit besteht, gemeinsam mit anderen Nordverbänden
der GJ ein Migraförderwochenende zu realisieren. In unserer Bildungsarbeit
greifen wir Antirassismus und migrantische Perspektiven gezielt auf. Zusätzlich
planen wir für den Landesvorstand eine Schulung zum Thema Migra-Förderung und
Antirassismus.
2.5 Awarenessarbeit
Wir setzen unseren Awarenessleitfaden um und evaluieren ihn auf der nächsten
Herbst-LMV. Für Mitglieder bieten wir eine Awarenessschulung an.
2.6 Verbandskultur
Politik machen wir am liebsten zusammen mit Menschen, mit denen wir uns gut
verstehen. Deshalb gibt es ein offenes Spaßteam und regelmäßige Socializings.
Sofern im Verband das Interesse besteht und genügend Ressourcen vorhanden sind,
organisieren wir als Mitglieder gemeinsam ein Sommercamp.
Für Personen in Verantwortungspositionen bieten wir einen Workshop zu
Debattenkultur oder zum Umgang mit Macht an. Den Inklusionsleitfaden setzen wir
weiter um und überarbeiten ihn gegebenenfalls zur nächsten Frühjahrs-LMV.
2.7 Bremerhaven
In Bremerhaven wollen wir einen eigenen Kreisverband aufbauen, der sich
regelmäßig trifft. Diesen wollen wir gründen und spätestens auf der Herbst-LMV
offiziell beschließen.
2.8 Aktion
Vergangenen Sommer haben wir ein Open-Air-Kino veranstaltet und erlebt, wie
wirksam Solidarische Praxis sein kann und wie viel Spaß kreative Aktionen machen
können. Deswegen wollen wir im kommenden Jahr wieder mehr raus auf die Straße
und setzen auch außerhalb der Bürgerschaftskampagne eine große Aktion um.
2.9 Einbindung der Mitgieder in Beschlüsse
Außerdem wollen wir ausprobieren, wie die GJ-Mitglieder zwischen den
Landesmitgliederversammlungen stärker in die basisdemokratische Erarbeitung von
Positionierungen und Beschlüssen eingebunden werden können. Wenn sich dieses
Format bewährt, prüfen wir, wie solche Beschlussfassungen in der Satzung
verankert werden können.
Begründung
Erfolgt mündlich.
